grillen
Grillen ist des Deutschen liebstes Hobby. Sobald der Winter seine Pforten schließt und die ersten wärmeren Sonnenstrahlen auf den Garten scheinen, wird angegrillt. Mittlerweile kommen jedoch nicht nur Gartenbesitzer in den Genuss von Nackensteak und Bauchfleisch. Denn gegrillt werden darf auch auf dem Balkon. Hier greifen die meisten Personen auf moderne Gasgrills zurück, die ohne Rauchentwicklung auskommen und Nachbarn nicht stören. Doch sind Gasgrills eine echte Alternative zum klassischen Holzkohle-Grill? Wo liegen die Vorteile und schmeckt das Fleisch bei beiden Varianten wirklich gleich? Wir geben einen Überblick über die wesentlichen Merkmale von Gas und Holzkohle.

Eine Frage der Kosten

Grillen muss nicht viel kosten. Das dürfte jeden bekannt sein, der einmal einen handelsüblichen Baumarkt besucht hat. Bereits ab circa zehn Euro gibt es einfache Rundgrills zu haben. Zwar wird hier gerade einmal das Mindestmaß an Komfort und Nutzbarkeit erfüllt, doch wer neben dem Fleisch nicht auch noch viel Geld für den Grill ausgeben möchte, kommt mit dieser Variante günstig davon. Selbstverständlich gibt es auch unter den klassischen Holzkohlegrills Qualitätsunterschiede. Wer mehr ist als nur ein Gelegenheitsgriller und nicht bereits beim dritten Grillabend verbogene Beine und korrosionsüberzogens Blech vorfinden möchte, gibt etwas mehr Geld aus, ein Überblick:

  • Der Edelstahlgrill: Zumeist ab 150 Euro erhältlich. Überzeugt durch eine robuste Konstruktion und Wetterbeständigkeit.
  • Der Kaminzuggrill: Circa ab 100 Euro verfügbar. Lüftungsklappen garantieren schnelles Anheizen ohne Pusten, Wedeln oder Föhn.
  • Der Kugelgrill: Ab ungefähr 70 Euro erhältlich. Der Grillklassiker aus den USA überzeugt durch schonende Garung. Geeignet für alle, die das Grillen etwas ernster nehmen und denen die Qualität ihres Fleisches wichtig ist.
  • Der Grillkamin: Preise beginnen ab ungefähr 150 Euro. Hauptsächlich für Personen mit eigenen Garten geeignet. Grillkamine bieten relativ wenig Komfort, dafür sind sie optische Schmuckstücke und dienen auch als romantische Feuerstelle im eigenen Garten.

Gasgrills zählen zur teuren Grillvariante. Hier ist mit Kosten ab 200 Euro aufwärts zu rechnen. Der Grund hierfür ist relativ simpel: Gasgrills sind technisch aufwendig zu produzieren und dürfen in Deutschland nur mit CE-Sicherheitszertifikat verkauft werden. Hinzu gerechnet werden muss der Preis für das Gas.

Grillen mit Komfort

Holzkohle-Grills geben nicht nur sprichwörtlich richtig Feuer. Je nach Grillmodell kann sich die Zeit, um die Holzkohle auf Temperatur zu bringen, in die Länge ziehen. Flexibilität bleibt der große Pluspunkt bei Holzkohlevarianten. Je nach Anwendungsgebiet eignen sich die unterschiedlichen Modelle mehr oder minder für persönliche Zwecke. Da können Gasgrills kaum mithalten.

Flammensteuerung ist das große Stichwort beim Gasgrill. Bei den guten Modellen ist es möglich, die einzelnen Gasflammen seperat ein- und auszuschalten oder sogar zu regulieren. Die Einrichtung von temperaturzonen ermöglicht Grillen und Garen verschiedenartiger Grillgüter. Gasflammen wirken dabei nicht direkt auf das Fleisch. Sie beheizen Metallstäbe oder gut leitendes Material, das die Hitze indirekt weiterleitet. Gasgriller benötigen durchschnittlich nur zehn Minuten, bis das erste Fleischstück auf den Grill kann.

Zum Wesentlichen: der Geschmackstest

Beim Geschmack scheiden sich die Geister. Holzkohle-Fans vermissen beim Gasgrill den typisch rauchig-holzigen Geschmack des Fleisches. Manch einer schmeckt überhaupt keinen Unterschied. Fakt bleibt, dass der charakteristische Geschmack von Holzkohle-Grills auch beim Gasgrill nicht fehlen muss. Spezielle Holzchips lassen sich beim Gasgrill hinzufügen und verleihen dem  Fleisch das typisch rauchige Aroma. Teure Modelle besitzen sogar Metallleisten, die mit Flüssigkeit befüllt werden, die beim Grillen verdampft und dem Grillgut ein kennzeichnendes Aroma verleiht.

Das Fazit

Holzkohle-Grills punkten mit hoher Flexibilität, klassischem Grill-Feeling und einem teils günstigem Preisniveau. Gasgrills sind grundsätzlich teurer, bieten dafür aber mehr Komfort. Geschmacklich bleibt es Ansichtssache, welches Fleisch besser schmeckt.  Besser oder schlechter gibt es allgemein nicht . Je nach Anwendungsgebiet, Nutzer und Grillort haben Holzkohle-Grills wie auch Gasgrills ihre Existenzberechtigung.  Und das ist auch gut so.

Bild: Ho John Lee, flickr.com