Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass Grillen die erste Form der Zubereitung von Nahrung mit Feuer ist. Schon vor 300.000 Jahren verwendeten die Neandertaler Lagefeuer, um zu Grillen. Sicherlich nicht in der Form, wie wir es heute kennen, aber es gibt Funde in Form von Fleischresten, die belegen dies. Vielleicht sehen auch deswegen heute noch viele Grillmeister ein kleines Abenteuer im Grillen.

 

Die Entwicklung des Grillens
Was gegrillt wird, hat sich mittlerweile auf jeden Fall etwas geändert. Während in Ägypten Krokodile und Hyäne bei Grillpartys beliebt waren, gab es im damaligen Europa eher Wildschein und Elch. Bereits die Römer entdeckten die ersten Bratwürste für sich, ohne die ein richtiges Grillfest heute undenkbar sind. Sie nutzen beim Grillen bereits spezielle Roste aus Metallen und waren damit wahrscheinlich die Begründer des Grillens in Europa, so wie wir es heute kennen. Zu dieser Zeit war das Grillen reine Luxussache, denn kaum jemand konnte es sich leisten, so verschwenderisch mit Fett um zugehen. In Amerika im 17. Jh. war Fleisch in Form von Bison sehr beliebt.

 

Grillen als Lebensgefühl
Die Beliebtheit von Grillen änderte sich über die Zeit hinweg, während in einigen Epochen nur in den unteren Schichten gegrillt wurde, stieg die Beliebtheit in den 50er Jahren stark. So wurde es in Amerika zum Ausdruck eines Lebensgefühls. Man wollte die Freiheit genießen. So ist es auch zu erklären, dass in den USA jedes Jahr zum Unabhängigkeitstag fleißig gegrillt wird. In Deutschland wurde Grillen nachdem 2. Weltkrieg sehr beliebt. Bereits damals wurde der Holzkohlegrille genutzt. Immer mehr Grillmodelle stürmten auf dem Markt. Früher konnte man sich einen Kamin kaufen oder einen Grill. Heute greift man ganz einfach zu einem Grillkamin.